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Forschungspreis der Fürst Donnersmarck-Stiftung

Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin verleiht zum zweiten Mal
weltweit einmaligen Forschungspreis für neurologische Rehabilitation

Berlin, 06. November 2006 – Für herausragende Arbeiten im Bereich der neurologischen Rehabilitation zeichnete die Fürst Donnersmarck-Stiftung Dr. Susanne Trauzettel-Klosinski, Professorin am Universitätsklinikum Tübingen, und Dr. Gereon R. Fink, Universitätsprofessor an der Uniklinik Köln, mit ihrem  Forschungspreis zum Thema „Nachklinische Rehabilitation von Menschen mit Hirnschädigungen“ aus.

Weltweit hatten zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie
Wissenschaftlerteams unter anderem aus den USA ihre Arbeiten eingereicht.
Jährlich erleiden bundesweit rund 270.000 Menschen schwere Schädel-Hirn-Verletzungen auf Grund von Unfällen, Infarkten und Schlaganfällen, allein in Berlin sind es etwa 11.000 Menschen. Zunehmend sind auch junge Menschen ab dem 30. Lebensjahr betroffen. Schlaganfälle sind eine der häufigsten Ursachen
von Berufs- und Erwerbsunfähigkeit. Damit die Betroffenen wieder ein möglichst selbstständiges Leben führen können, hat die Fürst Donnersmarck-Stiftung den Forschungspreis ausgelobt. Mit dem Preis fördert sie die Entwicklung  wirkungsvoller Therapien.

Das Kuratorium der Fürst Donnersmarck-Stiftung, vertreten durch den  Kuratoriumsvorsitzenden Guidotto Fürst von Donnersmarck, sowie den Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Dr. Paul Walter Schönle und Jury-Mitglied Prof. Dr. Karl Wegscheider, ehrten bei dem Festakt die beiden Wissenschaftler. Prof. Dr. med.
Susanne Trauzettel-Klosinski hat sich intensiv mit der Post-Akuten  Neurorehabilitation für Menschen mit Halbseitenblindheit nach erworbener Hirnschädigung auseinander gesetzt – 20 bis 30% der Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen sind visuell beeinträchtigt. Trautzettel-Klosinskis Arbeit zeigt, dass bei Betroffenen, die an einem halbseitigen Gesichtsfeldausfall beider Augen und dadurch unter starken Orientierungsstörungen und  eingeschränkter Mobilität leiden, durch kompensatorisches, die raschen
Augenbewegungen begünstigendes Training eine erhebliche Verbesserung des Sichtfeldes zu messen ist. Die Ergebnisse sollen zur Etablierung einer evidenz-basierten Seh-Neurorehabilitation nach erworbenen Hirnschädigungen beitragen und so den Betroffenen eine erhöhte Lebensqualität und den Wiedereinstieg in das Alltags- und Berufsleben ermöglichen. Prof. Schönle betonte: „Die Arbeit ist auf hohem methodischem Niveau und von unmittelbarer praktischer Bedeutung, sie trifft den Kern der Ausschreibung.“

Aktuelle Forschungsergebnisse fließen in die Arbeit des P.A.N. Zentrums für Post-Akute Neurorehabilitation im Fürst Donnersmarck-Haus ein. Das Zentrum wurde vor rund einem Jahr von der Fürst Donnersmarck-Stiftung aus der  jahrelangen Arbeit mit Schädelhirn-Traumatisierten Klienten weiterentwickelt. Hier finden Menschen mit erworbenen Schädel-Hirn-Verletzungen die besten
Bedingungen auf ihrem Weg zurück in den Alltag.

Hintergrund:
Ziel und Zweck der 1916 gegründeten Fürst Donnersmarck-Stiftung ist die Rehabilitation von Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen. In der Stiftung und ihren Tochtergesellschaften arbeiten 600 Mitarbeiter in den  Arbeitsfeldern Rehabilitation, Bildung und Tourismus. Die Stiftung versteht sich als Partner von Menschen mit Behinderung in deren Bestreben um  gesellschaftliche Teilhabe.


Artikel Ergotherapie 2018

Fachartikel in der "Ergotherapie und Rehabilitation", Juli 2018

VISIOcoach in der Fachzeitschrift des deutschen Verbands der Ergotherapeuten e.V.

In der Juli-Ausgabe 2018 auf Seite 10 befindet sich ein Fachartikel über VISIOcoach. Die Autorin Angelika Cordey beschreibt darin die wissenschaftlich nachgewiesenen positiven Effekte des PC-Trainings "VISIOcoach" bei Patienten mit Hemianopsie und Quadrantenanopsie. Insbesondere wird darin auf die aktuelle Studie vom Juli 2018 eingegangen: Erstmalig konnte man auch bei Kindern mit Hemianopsie nachweisen, dass VISIOcoach ebendiesen hilft, ihre Orientierung nachweislich zu verbessern.

Hier geht es zur Online-Ausgabe:
https://dve.info/downloads/fachzeitschrift-ergotherapie-und-rehabilitation